Wissenswertes zum Thema Praktikum

Das solltest du als Praktikant wissen...

Wir haben für dich einige Info´s zusammengestellt, die für dein Praktikum interessant sein könnten:

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Für welche Praktikumsarten kann ich mich mit spector®Bau bewerben?

VORPRAKTIKUM / FREIWILLIGES PRAKTIKUM

Ein Vorpraktikum kann Voraussetzungen für die Zulassung zu einem Studiengang sein. Ob ein Vorpraktikum erforderlich ist, welchen Umfang das Praktikum haben muss und ob es bereits vor dem Beginn des Studiums absolviert werden muss, ist in der Studienordnung des Studiengangs festgelegt.

Duch ein freiwilliges Praktikum kannst du herausfinden, ob dir eine Tätigkeit oder ein Job in einem bestimmten Bereich oder bei einem bestimmten Unternehmen liegen. Ein freiwilliges Praktium kann deine Chancen auf einen Studienplatz verbessern und in einem internen Zulassungsverfahren eine positive Auswirkung auf deine Ranglistenplatzierung haben. Ob dies der Fall ist, sagt dir die Studienordnung deines Studiengangs.

PRAXISSEMESTER

Praxissemester stehen in einem direkten Zusammenhang mit deinem Studium. Im Praxissemester kannst du das Studium erworbene Wissen anwenden und vertiefen. Gleichzeitig kannst du wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und erste Kontakte für deinen Berufseinstieg knüpfen. Den Zeitpunkt sowie den Umfang des Praxissemsters regelt die Studienordnung deines Studiengangs. Das Praxissemester ist in der Regel ein Pflichtpraktikum. 

WERKSTUDENT

Als Werkstudent arbeitest du während deines Studiums bei einem Unternehmen. Werkstudent ist somit nur eine andere Bezeichnung für einen "Studentenjob". Durch die Tätigkeit als Werkstudent kannst du nicht nur Geld verdienen, sondern auch praktische Erfahrungen für deinen Berufseinstieg sammeln. Werkstudent kannst du nur sein, solange du an einer Universität oder Hochschule immatrikuliert bist. Sobald dieser Status endet, endet auch der Vertrag als Werkstudent.

 

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Gibt es für das Praktikum ein "Praktikumsgesetz"?

Eine einheitliche gesetzliche Regelung für das Praktikum - ein "Praktikumsgesetz" - gibt es in Deutschland bisher nicht!

Grundsätzlich wird jedoch zwischen folgenden zwei Praktikumsarten unterschieden:

FREIWILLIGES PRAKTIKUM

Bei einem freiwilligen Praktikum handelt es sich, wie der Name schon sagt, um ein Praktikum welches freiwillig absolviert wird. Bei diesem Praktikum besteht kein Bezug zu deiner Ausbildung an einer Schule oder Hochschule. Das Praktikum stellt ein privatrechtliches Beschäftigungsverhältnis zwischen dir als Praktikanten und dem Unternehmen als Praktikumsgeber dar. Gemäß § 26 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) gilt für dich als Praktikant hier, wie bei einem Auszubildenden, grundsätzlich das Arbeitsrecht

PFLICHTPRAKTIKUM

Das Pflichtpraktikum steht einen direkten Zusammenhang zu deiner Ausbildung und ist von deiner Schule oder Hochshule vorgeschrieben. Grundlage hierfür ist die Schul-, Ausbildungs- oder Studienordnung. Das Pflichtpraktikum dient der Ergänzung deiner theoretischen Ausbildung. Rechtlich gesehen gilt der Praktikant hier als Schüler bzw. Student und unterliegt den Regeln der jeweiligen Schule oder Hochschule. Durch den Bundesgerichtshof (BGH) wurde deutlich klargestellt, dass das Berufsbildungsgesetz (BBiG) hier keine Anwendung findet. Somit ist der Praktikumsvertrag die wichtigste Rechtsgrundlage auf die du dich beziehen kannst, wenn Probleme während des Praktikums auftreten. 

 

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Was sollte im Praktikumsvertrag geregelt sein?

Obwohl für das Praktikum nicht zwingend ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen werden muss, im Sinnes des Bürgerlichen Gesetzbuches gilt auch eine mündliche Absprache als Vertrag, ist der Abschluss eines schriftlichen Praktikumsvertrages dringend zu empfehlen.

Ein Praktikumsvertrag sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Name und Anschrift der Vertragsparteien
  • Praktikumsart (freiwilliges Praktikum oder Pflichtpraktikum)
  • Beginn und Dauer des Praktikums (eventuell eine Probezeit)
  • Aufgabenbeschreibung / Lernziele
  • Ansprechpartner oder Betreuer
  • Arbeitszeit
  • Vergütung und/oder Kostenerstattungen
  • Krankheit
  • Urlaub
  • Unfallschutz
  • Kündigung
  • Haftungsfragen
  • Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die ggf. auf das Praktikum anzuwenden sind
  • Zeugnis

Einige der geannten Punkte, z. B. Vergütung und Urlaub, ergeben sich beim freiwilligen Praktikum aus dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Beim Pflichtpraktium sind die Regelungen der Studienordnung deines Studienganges zu beachten.

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Aufgabenbeschreibung

Wir würden dir empfehlen, eine Beschreibung deiner Aufgaben im Praktium bzw. im Unternehmen mit in den Praktiumsvertrag aufzunehmen. Hier können deine (Haupt-)Tätigkeiten und die damit verbundenen Lernziele oder die zu durchlaufenden Abteilungen / Arbeitsbereiche sowie die für deine Betreuung zuständigen Mitarbeiter festgehalten werden. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass „Leerlaufzeiten“ entstehen, die du mit Kaffee kochen oder ähnlichen Tätigkeit  überbrücken musst.

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Arbeitszeit

Für alle Praktiumsarten gilt: Deine Arbeitszeit richtet sich nach der üblichen betrieblichen Arbeitszeit des Unternehmens, in dem du dein Praktikum absolvierst. Die Arbeitszeit muss hierbei jedoch im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) liegen.

Im Durchschnitt eines halben Jahres darf die täglich Arbeitszeit, nach §3 ArbZG, 8 Stunden nicht überschreiten. Die maximale tägliche Arbeitszeit darf 10 Stunden nicht überschreiten. Du bist also grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Überstunden zu leisten. 

In manchen Fällen kann es jedoch erforderlich sein an einem Tag einmal mehr als 8 Stunden zu arbeiten, um zum Beispiel ein wichtiges Projekt rechtzeitig fertig zu stellen. Wir empfehlen dir deshalb dich nicht zwangsläufig auf die gesetzliche Regelung zu beziehen sondern verantwortungsbewusst zu entscheiden, "Überstunden" zu machen oder abzulehnen.

Wenn du als Vollzeitkraft eingestellt wirst, beträgt die Wochenarbeitszeit in der Regel 40 Stunden. Diese Zeit ist entweder innerhalb einer festen Arbeitszeit, z. B. zwischen 8.00 Uhr und 16.30 Uhr,  oder innerhalb einer Gleitzeit zu absolvieren. Bei einer  Gleitzeitregelung (flexible Arbeitszeit) wird dir das Unternehmen eine Kernarbeitszeit benennen, in der du dann anwesend sein musst (z.B. zwischen 9.00 und 15.00 Uhr). Die restlichen Stunden der erforderlich Arbeitszeit kannst du dann frei einteilen.


Ausnahme: Wenn du noch keine 18 Jahre ist für dich, unabhängig von der Art des Praktikums, nach § 8 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) eine geringere Arbeitszeit zulässig..

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Vergütung und Mindestlohn

FREIWILLIGES PRAKTIKUM 

Die allgemeine Pflicht des Praktikumsgebers zur Zahlung einer Vergütung ergibt sich beim freiwilligen Praktikum aus §§ 26, 17 Berufsbildungsgesetz (BBiG), das normalerweise für Auszubildende gilt. Die Höhe der Vergütung ist gesetzlich nicht geregelt, die Vergütung sollte laut Gesetz aber "angemessen" ausfallen. Sofern nicht der Mindestlohn gezahlt werden muss, kann als Ortientierung für die Vergütung des Praktiukums die Höhe der Ausbildungsvergütung eines Auszubildenen im ersten Lehrjahr dienen. Des Weiteren besteht für den Praktikanten auch ein Anspruch auf Vergütung im Krankheitsfall. Ein Anspruch auf Vergütung besteht aber nur, wenn du mindestens einen Monat beim Unternehmen gearbeitet hast. Das Unternehmen muss dir auch keine Vergütung zahlen, sofern deine Anwesenheit keinen wirtschaftlichen Mehrwert für das Unternehmen hat. Das ist der Fall, wenn das Praktikum lediglich aus Betriebsbesuchen besteht, bei denen du nur zuschauen darfst oder jegliche Aufgaben nur mit Anleitung und unter Aufsicht ausgeführt werden dürfen.

Hinsichtlich der Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns, aktuell sind das 8,84 EUR (brutto) je Stunde, gilt:

a) Du hast keine abgeschlossene Berufsausbildung oder keinen Studienabschluss:

Bei einer Praktikumsdauer bis 3 Monate hast du keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Ist das Praktikum von Beginn an für eine Dauer von mehr als 3 Monate angelegt, steht dir ab dem ersten Tag der Mindestlohn zu. Wenn dein Praktikum nach drei Monaten verlängert wird, ist nicht abschließend geklärt, ob der Mindestlohn rückwirkend oder erst ab dem ersten Tag der Verlängerung zu zahlen ist.  

Aber: Hast du bei dem gleichen Unternehmen bereits ein Praktikum absolviert, muss für das aktuelle Praktikum der Mindestlohn bezahlt werden, sobald die Gesamtdauer der Praktika 3 Monate überschreitet. Hierbei verjähren deine alten Praktika nicht. 

b) Du hast eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Studienabschluss:

Unabhängig von der Dauer des Praktikums steht dir von Beginn des Praktiums der Mindestlohn zu.

PFLICHTPRAKTIKUM 

Bei einem Pflichtpraktikum steht dir leider kein Anspruch auf die Zahlung einer Vergütung und auch kein Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn zu.

Beim Pflichtpraktium ist somit dein Verhandlungsgeschick gefragt, wenn du ein Vergütung bekommen möchtest. 


Hinweis: Im Baugewerbe müssen bei mindestlohnpflichtigen Praktika die täglichen Arbeitszeiten (Beginn, Ende und Dauer) notiert werden! 

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Urlaub

FREIWILLIGES PRAKTIKUM 

Absolvierst du ein freiwilliges Praktikum wirst du wie ein Arbeitnehmer behandelt und dir steht gemäß § 3 Bundesurlaubsgesetz ein Mindesturlaub zu. Bei einer 5 Tage Woche beträgt die Dauer des Mindesturlaubs 20 Tage pro Jahr (ca. 1,6 Tage pro Monat). In einigen Fällen richtet sich der Urlaubsanspruch aber auch nach den jeweils geltenden tarifrechtlichen oder betriebsinternen Regelungen.

Ein Anspruch auf Urlaub besteht nur, wenn du mindestens einen Monat beim Unternehmen gearbeitet hast. Das Unternehmen muss dir keinen Urlaub einräumen, sofern deine Anwesenheit keinen wirtschaftlichen Mehrwert für das Unternehmen hat. Das ist der Fall, wenn das Praktikum lediglich aus Betriebsbesuchen besteht, bei denen du nur zuschauen darfst oder jegliche Aufgaben nur mit Anleitung und unter Aufsicht ausgeführt werden dürfen.

PFLICHTPRAKTIKUM

Bei einem Pflichtpraktikum hast du leider keinen Anspruch auf Urlaub. Manchmal kommen die Unternehmen ihren Praktikanten aber entgegen und gewähren ein paar Urlaubstage. Du solltes dann aber darauf achten, dass die Mindestdauer des Pflichtpraktikums nicht durch den Urlaub unterschritten wird.


Ausnahme: Wenn du noch keine 18 Jahre bist steht dir, unabhängig von der Art des Praktikums, nach § 19 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) ein erhöhter Urlaubsanspruch zu.

 

 

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Krankheit

Für den Fall, dass du während des Praktikums krank wirst, empfiehlt es sich, die gleichen Regeln zu befolgen, die für die anderen Mitarbeiter des Unternehmens gelten.

Informiere dein Praktikumsunternehmen (deinen Betreuer oder die Personalabteilung) unverzüglich, das heißt noch am gleichen Tag, über deine Erkrankung. Bist du länger als 3 Tage krank, ist eine ärztliche Krankschreibung vorzulegen. 

FREIWILLIGES PRAKTIKUM

Bei einem freiwilligen Praktium steht dir eine Vergütung bei Krankheit (Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall) zu.

PFLICHTPRAKTIKUM

Bei einem Pflichtpraktikum hast du keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

 

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Kündigung

FREIWILLIGES PRAKTIKUM

Beim freiwilligen Praktikum gilt §22 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Hiernach kannst du, aber auch das Unternehmen, innerhalb der Probezeit das Praktium jederzeit und ohne Einhaltung einer Frist beenden. Die Dauer der Probezeit kann individuell vereinbart werden. Die Probezeit darf theoretisch bis zu 4 Monate lang sein, muss allerdings in einem angemessenen Verhältnis zur Dauer des Praktikums stehen. Zum Beispiel ist bei einer Praktikumsdauer von 3 Monaten eine Probezeit von 2 Wochen angemessen.  

Nach der Probezeit gelten für die Kündigung folgende Regelungen:

  • du kannst das Praktikum jederzeit, jedoch unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, kündigen 
  • du, oder das Unternehmen, kannst das Praktkium aus einem "wichtigen Grund" ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist jederzeit kündigen

PFLICHTPRAKTIKUM

Da hier weder das Berufsbildungsgesetz noch das Kündigungsschutzgesetz gelten, sind die Regelungen des Praktikumsvertrages maßgebend.


Hinweis: In beiderseitigem Einvernehmen kann jedes Praktikum jederzeit mit sofortiger Wirkung durch einen "Aufhebungsvertrag" beendet werden. Beim Pflichtpraktikum solltes du vorher aber mit deiner Schule oder Hochschule sprechen, damit dir die bisher geleistete Praktikumszeit auch anerkannt wird.   

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Haftung

Das Sprichwort "Wo gehobelt wird, da fallen Späne!“ gilt auf für ein Praktikum. Für den Fall also, dass dir während deines Praktikum Fehler bei der Arbeit unterlaufen, aus denen ein Schaden für das Unternehmen entsteht, empfiehlt es sich, eine entsprechende Ausschlussregelung wie beispielsweise: „Der Praktikant/die Praktikantin haftet für Schäden des Unternehmens nur im Falle von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.“, in den Praktikumsvertrag mit aufzunehmen.

Dies bedeutet mit anderen Worten: Solange du nach bestem Wissen und Gewissen handelst und so arbeitest, wie es von jedem anderen vernünftig Handelnden auch erwartet werden kann, hast du nichts zu befürchten! Nur wenn du deinen Praktikumsgeber bewusst schädigst oder die sonst übliche Sorgfalt außer Acht lässt, haftest du für den Schaden, den du angerichtet hast.

Kunden oder Auftraggebern deines Praktikumsunternehmens bis du zu keinem Schadensersatz verpflichtet, da du als Praktikant immer nur "Erfüllungsgehilfe" im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bist. 

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Sozialversicherung

Zur Sozialversicherung zählen die Unfallversicherung, Krankenversicherung, PflegeversicherungRentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.

UNFALLVERSICHERUNG

Als Praktikant, egal ob als Schüler oder als Studierender, bist du grundsätzlich unfallversichert!

a) Schüler

Das Schülerpraktikum in einem Unternehmen ist Teil deiner schulischen Ausbildung. Daher bis du über bei einem Unfall über die Schüler-Unfallversicherung abgesichert.

b) Studenten

Absolviert du als Student in einem Unternehmen ein Praktikum, egal ob dies ein freiwilliges Praktikum oder ein Pflichtpraktikum ist, bist du über die Unfallversicherung des Unternehmens versichert.

Ausnahme Abschlussarbeit: Wenn du bei einem Unternehmen deine Abschlussarbeit schreibst, bist du im Regelfall im Eigeninteresse tätig und daher nicht unfallversichert! Es sei denn, die Abschlussarbeit wird im Rahmen eines normalen Arbeitsverhältnisses oder einer entsprechenden Tätigkeit geschrieben.

KRANKENVERSICHERUNG, PFLEGEVERSICHERUNG, RENTENVERSICHERUNG, ARBEITSLOSENVERSICHERUNG

Einen sehr guten Überlick über die Regelungen dieser Sozialversicherungen findest du beispielsweise in der Broschüre "Praktika - Nutzen für Praktikanten und Unternehmen" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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Praktikumszeugnis

FREIWILLIGES PRAKTIKUM

Nach Beendigung des Praktikums muss dir das Unternehmen nach § 16 Berufsbildungsgesetz (BBiG) ein sogeanntes "qualifiziertes Zeugnis" in schriftlicher Form ausstellen. Ein "mustergültiges" qualifiziertes Zeugniss sollte folgende Angaben enthalten:

  • Namen und Anschrift des Praktikanten
  • Art des Praktikums
  • Dauer des Praktikums
  • Beschreibung der ausgeübten Tätigkeit
  • Bewertung der Lern- und Arbeitsbereitschaft
  • Bewertung der Lern- und Arbeitsbefähigung sowie Angaben zur Motivation
  • Bewertung des Sozialverhaltens gegenüber Vorgesetzten und Kollegen
  • Umfang des angeeigneten Fachwissens
  • Bewertung des Lernerfolges
  • Zusammenfassendes Leistungsurteil
  • Unterschrift

PFLICHTPRAKTIKUM

Beim Pflichtpraktikum muss dir das Unternehmen, gemäß § 109 Gewerbeordnung (GewO), nur ein sogeanntes "einfaches Zeugnis" ausstellen. Das "einfache Zeugnis" muss mindestens folgende Angaben enthalten

  • Name und Anschrift des Praktikanten
  • Art des Praktiums
  • Dauer des Praktiums
  • Unterschrift

Du kannst vom Unternehmen verlangen, auch Angaben zu deiner Leistung und deinem Verhalten in das "einfache Zeugnis" aufzunehmen. 

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Praktikumsbericht schreiben

Meistens musst du zu deinem Praktikum einen Praktikumsbericht schreiben.

Nutze diese Chance dein Praktikum noch einmal Revue passieren zu lassen und um deine Erfahrungen und Eindrücke zu ordnen. Das kann dir für die weitere berufliche Planung helfen. 

Im Praktikumsbericht solltest du auf folgende Fragen eingehen: 

  • Wie sah dein typischer Arbeitstag aus?
  • Welche Aufgaben/Tätigkeiten wurden dir übertragen?
  • Welche Aufgaben sind dir leicht gefallen?
  • Mit welche Aufgaben hattest du Schwierigkeiten?
  • Was hast du im Praktikum aus fachlicher Sicht gelernt?
  • Hat das Praktikum zu deiner Persönlichkeitsentwicklung beigetragen?
  • Welche Arbeitszeiten/Arbeitsbedingungen hattest du?
  • Wie war der Umgang mit den Kollegen?
  • Möchtest du später in diesem Beruf arbeiten?

Bevor du mit dem Praktikumsbericht anfängst, solltest du dich darüber informieren, welche konkreten Anforderungen dein Lehrer oder dein Dozent an den Praktikumsbericht stellt. Vielleicht gibt es hierzu ein spezielles Merkblatt deiner Schule oder Hochschule.